Wiringo fertigt SMA-Kabelbaugruppen nicht als reine Stecker-Montage, sondern als abgestimmten 50-Ohm-Signalpfad: Kabel, Stecker, Schirmkontakt, Zugentlastung und VNA-Prüfung werden vor der Serie gemeinsam freigegeben.

Kurz gefasst
Wir prüfen Steckergeometrie, Kabel-OD und Montageart vor dem Musterbau, damit Crimp-, Clamp- oder Lötversion zur realen Einbausituation passt.
SMA ist ein 50-Ohm-Koaxialsteckverbinder, der in Labor, Antenne, GNSS, Funkmodul und Industrie-HF nur mit passender Kabelauswahl stabil arbeitet.
Für kritische Baugruppen stimmen wir VSWR, Return Loss, Insertion Loss und VNA-Messfenster ab, statt die Freigabe auf einen DC-Test zu reduzieren.
Schirmabsetzung, Knickschutz, Schrumpfschlauch und Gehäusemontage werden so definiert, dass die HF-Werte nach Handling und Einbau erhalten bleiben.
SMA ist ein präziser Koaxialsteckverbinder, aber die fertige Baugruppe wird durch mehr bestimmt als durch die Steckerbezeichnung. Ein RFQ mit “SMA, 300 mm” lässt offen, ob RG-174, RG-316, LMR-100 oder ein semi-flexibles Kabel gemeint ist und ob ein reiner Durchgangstest ausreicht.
Wir behandeln SMA-Projekte deshalb wie eine kleine HF-Baugruppe. Die Auswahl orientiert sich an Koaxialkabel, Biegeradius, Zugentlastung, Steckerorientierung und Prüfgrenzen. Für allgemeine HF-Programme bleibt unsere Seite zur HF-Kabelkonfektion der breitere Einstieg; diese Seite fokussiert auf SMA als konkreten Stecker- und Prozessfall.
Für Qualitätsrahmen nutzen wir projektbezogen IPC-A-620 und die im Projekt freigegebenen Kundenspezifikationen. Externe Einordnungen zu IPC und ISO 9001 helfen beim Auditgespräch, ersetzen aber nicht die freigegebene Zeichnung.
Leistungsumfang
Kundenspezifische SMA-, RP-SMA- und Bulkhead-Kabel, DFM-Prüfung, Musterbau, Kleinserie, Serienfertigung, 100% elektrische Prüfung und HF-Prüfung nach vereinbartem Grenzwert.
Wir entwickeln keine aktiven Funkmodule, Antennendesigns oder HF-Schaltungen. Für Frequenzbereiche oberhalb klassischer SMA-Grenzen prüfen wir 2.92 mm, 2.4 mm oder projektbezogene Alternativen.
Diese Werte sind keine pauschale Garantie für jede Baugruppe. Sie zeigen, welche Parameter wir vor Angebot und Serienfreigabe typischerweise abfragen.
Die richtige SMA-Ausführung hängt von Volumen, Kabeltyp, Servicebedarf und Freigaberisiko ab. Crimp ist bei flexiblen Serienkabeln meist effizient, während Clamp- und Bulkhead-Versionen mechanische Vorteile bieten, aber mehr Montage- und Prüfaufwand verursachen.
| Variante | Typischer Kabelbezug | Gute Anwendung | Abwägung |
|---|---|---|---|
| SMA Crimp | Flexible RG- und LMR-Kabel | Serienfertigung, Antennenleitungen, GNSS | Schnell reproduzierbar, aber abhängig vom korrekten Crimpwerkzeug |
| SMA Clamp | Semi-flexible und dickere Koaxialkabel | Laboradapter, Servicekabel, Kleinserien | Gut einstellbar, aber langsamer und teurer als Crimp |
| SMA Lötversion | Sonderaufbauten und Prototypen | Entwicklungsaufbauten, kurze Adapter | Flexibel bei Mustern, für Serie nur mit klarer Prozessfreigabe |
| SMA Bulkhead | Panel- oder Gehäusedurchführung | Messgeräte, Funkmodule, Gehäusebaugruppen | Mechanisch stark, benötigt definierte Einbaulage und Drehmomentvorgabe |
Anonymisierter europäischer Wärmebild-OEM, Belgien, 2020-2021.
Ausgangslage
Eine Mikrokoax-Baugruppe für eine Beta-Serie fiel wegen hoher Impedanz aus. Der Fall war kein SMA-Projekt, aber das Fehlerbild ist direkt relevant: Bei HF-Kabeln reicht eine unklare Prüfdefinition aus, um eine ganze Serie zu blockieren.
Konkrete Zahlen
Wörtlich aus dem Projektarchiv: “AWG#40”, “CABLINE-VS 1:1”, “100mm length”, “1296 defective units out of 2000”, “1296 replacement units”.
Vorgehen
Die Produktion wurde gestoppt, die Spezifikation mit dem Engineering-Team des Kunden neu bewertet und die Testmethode korrigiert. Danach wurden neue Muster, Testberichte und Ersatzteile freigegeben.
Lehre für SMA-RFQs
SMA-Projekte brauchen vor dem ersten Serienlos eine eindeutige Definition von Kabelaufbau, Messmethode und Grenzwert. Sonst bleibt die Ursache zwischen Stecker, Kabel und Testadapter unklar.
Wir klären Frequenzband, Zielimpedanz, Kabellänge, Steckerseite, Einbaulage, Stückzahl und ob ein VNA-Report gefordert ist.
Kabel-OD, Dielektrikum, Schirmaufbau und SMA-Ausführung werden gemeinsam bewertet. Bei langen Lieferzeiten schlagen wir freigegebene Alternativen vor.
Abisoliermaße, Crimpwerkzeug, Lötfenster, Schrumpfschlauch und Drehmoment werden dokumentiert, damit die Serie nicht neu entwickelt wird.
Durchgang, Kurzschluss, Polarität und je nach Risiko VSWR, Return Loss oder Insertion Loss werden gegen die vereinbarten Grenzwerte geprüft.
Nach Freigabe definieren wir Kennzeichnung, Handling, Schutzkappen, Biegeradius im Tray und Rückverfolgbarkeit pro Los.
"Bei SMA-Kabeln ist der Steckername nur der Anfang. Die meisten Reklamationen entstehen dort, wo Abisolierung, Schirmkontakt und Prüfgrenze nicht gemeinsam freigegeben wurden."
Hommer Zhao, Gründer & Kabel-Enthusiast
Antworten für Einkauf, Entwicklung und Lieferantenqualifizierung.
Für ein belastbares Angebot brauchen wir Steckertyp, Geschlecht, gerade oder gewinkelt, Kabellänge, Kabeltyp, Stückzahl und das relevante Frequenzband. Eine einfache Angabe wie “SMA auf RG-316, 300 mm” reicht für einen Richtpreis, aber nicht für Serienfreigabe. Wenn VSWR, Return Loss oder Insertion Loss spezifiziert sind, senden Sie bitte Zielwerte und Messband mit. Bei Gehäusedurchführungen benötigen wir außerdem Panelstärke, D-Flach oder Rundloch, Mutterposition und Drehmomentvorgabe.
Ja, 200 SMA-Kabel in 6 Wochen sind realistisch, wenn Kabel und Stecker verfügbar sind und die HF-Grenzwerte früh feststehen. Für viele Kleinserien liegen einfache Baugruppen bei 3-4 Wochen nach technischer Freigabe; Muster sind bei lagernden Komponenten oft in 5-10 Werktagen möglich. Kritisch wird der Termin, wenn ein bestimmter Markenstecker lange Lieferzeit hat, ein Bulkhead-Gehäuse mechanisch geprüft werden muss oder der Kunde einen vollständigen VNA-Report für jedes Teil fordert.
Crimp-SMA ist für flexible Kabel und Serienlose meist die beste Wahl, weil Prozessfenster, Werkzeug und Zugprüfung klar beherrschbar sind. Clamp-Versionen eignen sich für dickere oder semi-flexible Koaxialkabel und kleine technische Lose, kosten aber mehr Montagezeit. Lötversionen nutzen wir vor allem für Prototypen oder Sondergeometrien. Für Serienfreigabe nach IPC-A-620 ist nicht die Methode allein entscheidend, sondern ob Abisoliermaß, Schirmkontakt, Zugentlastung und HF-Messung wiederholbar sind.
Viele SMA-Steckverbinder werden bis 18 GHz spezifiziert, aber die komplette Kabelbaugruppe erreicht diesen Wert nur, wenn Kabeltyp, Länge, Biegeradius und Montage sauber dazu passen. Ein kurzes RG-316-Kabel mit geraden SMA-Steckern verhält sich anders als ein langes LMR-240-Kabel mit gewinkelten Steckern und engem Routing. Für Einkäufer ist deshalb das Einsatzband wichtiger als die Maximalfrequenz im Datenblatt. Wir prüfen die Baugruppe gegen das reale Frequenzfenster, nicht gegen eine isolierte Steckerangabe.
Ein SMA-Kabel kann elektrisch verbunden sein und trotzdem zu viel Reflexion oder Dämpfung erzeugen. Typische Ursachen sind angeschnittenes Dielektrikum, gequetschter Schirm, falscher Crimpeinsatz, zu enger Biegeradius oder ein Stecker, der nicht zum Kabel-OD passt. Ein DC-Durchgangstest sieht diese Fehler nicht. Bei Antennen-, GNSS- oder Messleitungen empfehlen wir mindestens Stichproben mit VSWR oder Return Loss; bei sicherheits- oder funkkritischen Baugruppen kann 100% HF-Test sinnvoll sein.
Ja, wir können alternative SMA-, RP-SMA- oder Bulkhead-Stecker vorschlagen, wenn die elektrischen, mechanischen und freigabeseitigen Anforderungen dokumentiert sind. In einem ähnlichen Projekt mit kundenspezifischen Kabelbaugruppen wurden “100-120 unit batches”, “2-3 weeks lead time after payment” und “5 connector/housing variants per assembly” abgestimmt. Für Serienprojekte kennzeichnen wir Alternativen nicht als gleichwertig, bevor Datenblatt, Crimpwerkzeug, Einbaumaß und Prüfgrenze freigegeben sind.
Preis und Lieferzeit hängen vor allem von Steckerverfügbarkeit, Kabeltyp, Länge, Prüfpflicht und Verpackung ab. Für Kleinserien mit 50-500 Stück ist die technische Freigabe oft wichtiger als die reine Montagezeit.
Senden Sie Kabeltyp, SMA-Ausführung, Länge, Toleranz, Stückzahl, Frequenzband, Zielwerte, Labeling und Verpackung. Ein Foto der Einbausituation reduziert Rückfragen bei Bulkhead- und rechtwinkligen Steckern.
ISO 9001:2015, IATF 16949:2016 und IPC-A-620 bilden den Rahmen für Prozessdisziplin, Rückverfolgbarkeit und Abnahmekriterien. Die konkreten Grenzwerte werden jedoch immer im Projekt freigegeben.
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Senden Sie Steckertyp, Kabel, Länge, Stückzahl und Frequenzband. Wir prüfen Machbarkeit, Alternativen und Prüfkonzept vor dem Angebot.